Die 80er

1980

Gesamtsieger:

25 km Frauen: Gudrun Strohbusch 01:52:00

25 km Männer: Paul Krebs 01:26:49

Der 3. Burgenlauf wird ein voller Erfolg - die Läuferzahlen nehmen zu: 491 Läufer starteten über 25 km, 182 über 8 km.

Und - zum ersten Mal gibt es "Das Ergebnisheft". Wurden in den ersten Jahren die Ergebnisse mit Schreibmaschine auf Papier (mit hohem Altpapieranteil - es ist heute braun) geschrieben und per Blaupause abgezogen, so war dieses Heft ein echter Fortschritt. Viele Teilnehmer des Burgenlaufes sammelten es in den kommenden Jahren. Diese Tradition wurde bis 2010 fortgeführt - war dann allerdings nur noch Tradition und Retro -  im Zeitalter von Internet und digitalen Printmedien doch nicht mehr zeitgemäß und wurde aus Kostengründen eingestellt.

 

1981

Gesamtsieger:

25 km Frauen: Antje Wolf 02:01:38

25 km Männer: Norbert Wiencek 01:28:42

8 km Frauen: Kerstin Pospich 00:34:20

8 km Männer: Gerd Krauße 00:29:15

Fast identische Läuferzahlen - kamen in diesem Jahr alle noch einmal? - 497 25km-Läufer und 194 8km-Läufer bewiesen bei unglaublichem Regenwetter, das die sonst sandigen Flämingwege in wahre Schlammpfade verwandelte - Laufen geht bei jedem Wetter. Erstmals gab es auch eine Wertung auf der 8-km-Strecke: Gerd Krauße aus Berlin (0:29:15 h) und Kerstin Pospich aus Potsdam (0:34:20 h) heißen die ersten offiziellen Sieger. Diese Zeiten werden auch heute nur selten erreicht.

 

1982

Gesamtsieger:

25 km Frauen: Ute Goldammer 01:53:15

25 km Männer: Wladimir Lissowski 01:23:11

8 km Frauen: Susanne Schönbeck 00:33:00

8 km Männer: Jens Schadow 00:27:37

 

Besseres Wetter und das erste Farbfoto - ein paar weniger Läufer über 25 km (477), dafür entschieden sich mehr für die 8 km Strecke (245).

 

 

 

1983

Gesamtsieger:

25 km Frauen: Isolde Nemitz 01:51:35

25 km Männer: Uwe Koch 01:23:29

8 km Frauen: Uta Pippig 00:30:39 Männer:

8 km Männer: Arno Schönbeck 00:28:51

Der Burgenlauf zieht - 413x 25km, 198x 8 km - die einmalige Atmosphäre ist für alle Teilnehmer ein Ansporn wiederzukommen, man trifft sich inzwischen unter "alten Bekannten" aus allen Bezirken der DDR. Geritten wurde auch schon - die Sieger dürfen eine Ehrenrunde drehen. Dieser Tradition sind wir bis in die 2000er treu geblieben, dann wurde der Burghof neu gestaltet und die Siegerehrungen sollten eher zügiger vonstatten gehen.

 

 

1984

Gesamtsieger:

25 km Frauen: Antje Wolf 02:03:18

25 km Männer: Michael Heilmann 01:16:04

8 km Frauen: Rosi Schönfeld 00:29:18

8 km Männer: Jürgen Mattern 00:25:29

Michael Heilmann läuft den schnellsten Burgenlauf aller Zeiten in 1:16:04, bis heute unerreicht. Er nutzte den Burgenlauf zur Vorbereitung auf den Tokio-Marathon, wo er im gleichen Jahr den 6. Platz belegen sollte. 363 Läufer kamen nach ihm ins 25 km-Ziel, 300 liefen 8 km.

1985

Gesamtsieger:

25 km Frauen: Ute Goldammer 01:48:08

25 km Männer: Bernhard Seefeld 01:21:.56

8 km Frauen: Ute Thienert 00:32:36

8 km Männer: Rocco Wagner 00:27:26

Ein Goldener Oktober, der die Wälder des Flämings in seiner ganzen Pracht erscheinen ließ - und die Läuferzahlen "explodieren" - 402 Läufer über 8 km und 434 über 25 km. 48 durften wegen zu später Anreise oder Anmeldung nicht starten, damals war man eben diszipliniert. Die Organisatoren offensichtlich auch. Anmeldungen am Lauftag sollten nur im Ausnahmefall erfolgen. Heute ist das beim Burgenlauf für viele Läufer die Regel. Dank routinierter Organisatoren und der heutigen Technik aber auch nicht unmöglich.

1986

Gesamtsieger: 25 km Frauen: Karen Jahns 01:49:47 Männer: Uwe Koch 01:22:19 8 km Frauen: Uta Pippig 00:28:15 Männer: Hartmut Tronnier 00:23:32 Von der Teilnehmerzahl wurden die Organisatoren überrascht, am Ende mussten sogar noch Teilnehmerurkunden nachgedruckt werden. Ein Kapitel für sich - manches war damals nicht so leicht zu bekommen, selbst Urkunden für solche Sportveranstaltungen wie den Burgenlauf. Die findigen Organisatoren wussten sich zu helfen, die reichlich vorhandenen Urkunden für andere "Zwecke" wurden zweckentfremdet umgestaltet. Das Burgenlauf-Logo ist nachträglich aufgedruckt worden.

 

 

 

 

 

Neuer Teilnehmerrekord bei wieder herrlichstem Wetter - über 1.000 Teilnehmer (1049) und der Lauf wird in diesem Jahr sogar DDR-Ranglistenlauf. Über 400 Nachmeldungen stellen die Organisation auf eine harte Probe, die Zeiten werden manuell erfasst und auf Zeitkarten notiert.

 

 

 

 

1987

Gesamtsieger: 25 km Frauen: Carola Pempe 01:46:27 Männer: Hartmut Tronnier 01:19:14 8 km Frauen: Dr. Beate Kauke 00:28:45 Männer: Peter Könnicke 00:23:32 Der 10. Burgenlauf hält mit 1.180 Teilnehmern den bisherigen Teilnehmerrekord, erstmals wird eine Computerauswertung eingesetzt, für damalige Verhältnisse ein Riesenfortschritt. Bei wieder 400 Nachmeldungen und der Geschwindigkeit damaliger Computer aber wohl doch nicht ganz so einfach. Peter Könnicke aus Wiesenburg gewinnt zum ersten Mal die 8 km, weitere Siege sollten folgen.

 

Darunter: Ein Artikel aus dem "Sportecho" von 1987, der führenden Sportzeitung in der DDR. Die Fotos waren von Sportreporter- und Sportlegende Wolfgang Behrendt sowie Günter Kästner, "Fotografen-Legende" aus Belzig - er hält seit Jahren dem Burgenlauf die Treue.


 

1988

Gesamtsieger: 25 km Frauen: Andrea Funke 01:54:25 Männer: Torsten Storch 01:22:01 8 km Frauen: Karin Unverzagt 00:31:16 Männer: Peter Könnicke 00:24:34 850 Teilnehmer laufen bei Regen und Wind, trotzdem ist der 11. Burgenlauf ein voller Erfolg.

Die Tafel mit den Ergebnislisten gibt es noch heute.

 

 

 

 

 

1989

Gesamtsieger: 25 km Frauen: Ria Bauch 01:46:40 Männer: Michael Heilmann 01:18:58 8 km Frauen: Nicole Ziemer 00:31:00 Männer: Peter Könnicke 00:23:12 Michael Heilmann rennt die zweitschnellste Zeit aller Zeiten über 25 km, den Rekord hält er selbst seit 1986.

Ein Zettel mit einer Info für die Läufer, den die Organisatoren schlicht angepinnt hatten.